Verlegungen sicher koordinieren – ohne Fax, Telefon und WhatsApp
✓ Einrichtungsübergreifende Kommunikation in Echtzeit – DSGVO-konform und dokumentiert
✓ Sozialdienst, Stationsarzt und aufnehmende Reha auf einer Plattform
✓ Compliance-Risiken durch NIS-2 und Digitalisierungsabschläge gezielt adressieren
✓ Im kostenfreien TI-Check klären wir Ihren aktuellen Stand und die nächsten Schritte
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Patientenüberweisungen koordinieren ohne Fax und Chaos
21.4.26
7
Min. Lesezeit
Selenia Di Mattia
Head of Marketing
Verlegungen verzögern sich, weil Befunde per Fax verschwinden und Rückfragen in Telefonschleifen versanden. Famedly verbindet Kliniken, Rehas und Pflegedienste sicher in Echtzeit.
Verlegungen verzögern sich, weil Befunde per Fax verschwinden und Rückfragen in Telefonschleifen versanden. Famedly verbindet Kliniken, Rehas und Pflegedienste sicher in Echtzeit.
Das Thema kurz und kompakt
Kommunikation ist der Flaschenhals, nicht die Bettenverfügbarkeit: Über 56 % der Patientendaten aus vorgelagerten Versorgungsstufen werden als Papierdokument weitergegeben. Verlegungen scheitern nicht an fehlenden Formularen, sondern an Medienbrüchen, undokumentierten Rückfragen und Informationsverlusten zwischen den Schichten.
WhatsApp, Fax und Telefon sind keine Grauzone mehr: Die Nutzung unsicherer Kanäle für Patientendaten ist strafbewehrt nach § 203 StGB, verstößt gegen DSGVO Art. 9 und kann seit Dezember 2025 zusätzlich NIS-2-Bußgelder von bis zu 10 Mio. € auslösen. Geschäftsführungen haften persönlich.
KIM, ePA und TI-Messenger decken unterschiedliche Kommunikationsebenen ab: KIM löst das Fax für strukturierte Dokumente ab, die ePA schafft eine gemeinsame Datenbasis. Für die operative Echtzeitkommunikation bei laufenden Verlegungen braucht es den TI-Messenger – alle drei Werkzeuge ergänzen sich.
Famedly wird bereits in führenden Kliniken eingesetzt: Die MHH, das UKE und die Charité nutzen den TI-Messenger von Famedly im Klinikalltag. Beim Seniorendienst Rötzel wurde nach der Einführung eine dokumentierte Kommunikationsquote von ca. 90 % bei gleichzeitig ca. 50 % weniger Kommunikationsbeteiligten pro Vorgang erreicht.
Warum Patientenüberweisungen zwischen Kliniken so oft scheitern
Eine Verlegung vom Akutkrankenhaus in die Reha dauert in der Praxis selten nur wenige Stunden. Nicht weil die Bettenverfügbarkeit fehlt, sondern weil Befunde per Fax nicht ankommen, Rückfragen im Telefonwartesystem versanden und der Sozialdienst auf Informationen wartet, die irgendwo im Kommunikationschaos stecken. Das Ergebnis: verzögerte Verlegungen, Medikationsfehler durch unvollständige Übergaben und frustriertes Personal auf beiden Seiten.
Laut IT-Report Gesundheitswesen werden über 56 % der Patientendaten aus vorgelagerten Versorgungsstufen als Papierdokument weitergegeben und nicht in das IT-System der aufnehmenden Einrichtung übernommen. Das ist kein technisches Problem, das sich mit einem neuen System über Nacht löst. Es ist ein Kommunikationsproblem, das strukturelle Ursachen hat.
Überweisung, Einweisung, Zuweisung, Verlegung: Was ist was?
Selbst erfahrenes Klinikpersonal verwendet diese Begriffe teils synonym. Für Entscheidungsträger ist die Abgrenzung jedoch relevant, weil jeder Vorgang andere rechtliche Voraussetzungen, Formulare und Kommunikationsprozesse auslöst.
Begriff
Definition
Rechtliche Grundlage
Typisches Formular
Überweisung
Ambulante Weiterbehandlung durch einen anderen Arzt (z. B. Facharzt)
BMV-Ä § 24
Muster 6
Einweisung
Verordnung stationärer Krankenhausbehandlung durch niedergelassenen Arzt
§ 39 SGB V
Muster 2
Zuweisung
Oberbegriff für die Weiterleitung eines Patienten an eine Einrichtung, auch ohne formellen Schein
Kein einheitlicher Rechtsbegriff
Individuell
Verlegung
Transfer eines stationären Patienten von einer Klinik in eine andere
§ 39 SGB V, interne Klinikregeln
Verlegungsbericht
Für die Koordination zwischen Kliniken ist die Verlegung der operative Kernprozess. Sie erfordert den Transfer von Patientendaten, Befunden, Medikationsplänen und klinischen Einschätzungen zwischen zwei Einrichtungen, die in der Regel unterschiedliche IT-Systeme, unterschiedliche Ansprechpartner und unterschiedliche Kommunikationswege nutzen.
Das eigentliche Problem: Kommunikation an Schnittstellen
Überweisungen und Verlegungen scheitern nicht an fehlenden Formularen, sondern an der Kommunikation darum herum. 80 % der Praxen telefonieren noch mit Kliniken, 63 % faxen. Rückfragen werden mündlich beantwortet und nirgends dokumentiert. Informationen, die nicht schriftlich festgehalten sind, existieren für die nächste Schicht schlicht nicht mehr.
Die typischen Kommunikationswege bei Verlegungen erzeugen drei Kernprobleme:
Informationsverlust: Mündliche Absprachen zwischen Sozialdienst und aufnehmender Reha-Klinik landen nicht im KIS. Wer die Information nicht gehört hat, weiß nicht, dass es sie gibt.
Medienbrüche: Befunde per Fax, Rückfragen per WhatsApp, Dokumentation manuell ins KIS. Dreifache Arbeit, dreifaches Fehlerrisiko.
Fehlende Echtzeitverfügbarkeit: Informationen, die am Krankenbett oder im Dienstwagen gebraucht werden, sind im besten Fall im Büro verfügbar, im schlechtesten Fall auf einem Fax, das niemand gesehen hat.
Das Ergebnis ist keine Ausnahme, sondern der Normalzustand in deutschen Kliniken. Und er hat messbare Konsequenzen: verzögerte Verlegungen, verlängerte Liegezeiten und ein reales Haftungsrisiko für die Einrichtungen, die ihn tolerieren.
Compliance-Risiken, die viele Kliniken unterschätzen
Die Nutzung unsicherer Kommunikationskanäle bei Patientenüberweisungen ist kein Kavaliersdelikt. Sie ist ein Compliance-Risiko mit konkreten Konsequenzen für die Einrichtung und die Geschäftsführung persönlich.
WhatsApp und § 203 StGB
Die Übermittlung von Patientendaten über WhatsApp verstößt gegen die ärztliche Schweigepflicht nach § 203 StGB und ist nach DSGVO Art. 9 als Verarbeitung besonders sensibler personenbezogener Daten ohne geeignete Rechtsgrundlage einzustufen. Auch der Trick, keine Namen zu nennen, schützt nicht zuverlässig: Metadaten wie Zeitstempel, Telefonnummern und Gerätekennung können Rückschlüsse auf Patienten erlauben. Entscheider haften persönlich, wenn sie den Einsatz nicht konformer Werkzeuge dulden oder nicht unterbinden.
NIS-2 seit Dezember 2025
Seit dem 6. Dezember 2025 gilt das NIS2UmsuCG ohne Übergangsfrist. Nahezu alle Krankenhäuser ab 50 Mitarbeitenden oder 10 Mio. € Jahresumsatz fallen darunter und sind verpflichtet, zehn Risikomanagement-Maßnahmen nach § 30 BSIG umzusetzen, darunter die Nutzung sicherer Kommunikationskanäle. Verstöße können mit Bußgeldern von bis zu 10 Mio. € oder 2 % des weltweiten Jahresumsatzes geahndet werden. Entscheidend: Die Geschäftsführung muss Maßnahmen aktiv billigen und überwachen, eine Delegation an die IT-Abteilung reicht nicht aus. Wer bei der Überweisungskoordination weiterhin auf WhatsApp oder unverschlüsselte E-Mails setzt, riskiert damit nicht nur einen Datenschutzverstoß, sondern auch eine NIS-2-Meldepflicht bei Sicherheitsvorfällen.
Digitalisierungsabschläge seit Januar 2026
Seit dem 1. Januar 2026 werden DRG-Digitalisierungsabschläge fällig, wenn definierte digitale Mindestanforderungen nicht erfüllt sind. Die Abschläge summieren sich auf bis zu 2,0 % pro Abrechnungsfall. Bei einem Haus mit 15.000 stationären Fällen und einem durchschnittlichen Fallwert von 5.000 € entspricht das einem potenziellen Verlust von bis zu 1,5 Mio. € pro Jahr. Digitale Kommunikationsinfrastruktur ist damit kein optionales Upgrade mehr, sondern Teil des wirtschaftlichen Steuerungsrahmens.
Risiko
Auslöser
Konsequenz
DSGVO-Verstoß
WhatsApp-Nutzung bei Patientenkommunikation
Bußgeld, persönliche Haftung der GF
§ 203 StGB
Weitergabe von Patientendaten über unsichere Kanäle
Strafanzeige, Haftungsansprüche
NIS-2 (§ 30 BSIG)
Keine sicheren Kommunikationskanäle nachweisbar
Bis zu 10 Mio. € Bußgeld, Meldepflicht
DRG-Digitalisierungsabschlag
Fehlende digitale Dokumentation und Kommunikation
Bis zu 2,0 % weniger pro Abrechnungsfall
Welche digitalen Werkzeuge gibt es für die Überweisungskoordination?
Die Telematikinfrastruktur (TI) stellt drei komplementäre Werkzeuge bereit, die zusammen den vollständigen Kommunikationsbedarf bei Patientenüberweisungen abdecken können. Sie sind keine Konkurrenten, sondern decken unterschiedliche Kommunikationsebenen ab.
KIM: Sicherer Dokumentenversand
KIM (Kommunikation im Medizinwesen) ist die sichere E-Mail-Anwendung der TI. Sie eignet sich für den formellen, asynchronen Versand von Arztbriefen, Verlegungsberichten und eAU. KIM ist für viele Einrichtungen bereits Pflicht und löst das Fax bei strukturierten Dokumenten ab. Was KIM nicht kann: Echtzeit-Rückfragen, schnelle Abstimmungen im Team oder die operative Koordination einer laufenden Verlegung.
ePA: Die elektronische Patientenakte als Datenbasis
Die elektronische Patientenakte soll ab 2026 von allen ambulanten Ärzten und Kliniken regelhaft genutzt und befüllt werden. Sie schafft eine gemeinsame Datenbasis für alle Beteiligten einer Behandlungskette. Für die Überweisungskoordination bedeutet das: Befunde, Medikationspläne und Diagnosen sind im Idealfall bereits in der ePA verfügbar, wenn ein Patient verlegt wird. Allerdings zeigt die Praxis, dass im März 2026 erst 26 % der Kliniken die ePA vollumfänglich nutzen, was die Lücke zwischen Anspruch und Realität verdeutlicht.
TI-Messenger: Echtzeit-Kommunikation im operativen Alltag
Der TI-Messenger schließt die Lücke, die KIM und ePA offen lassen: die schnelle, sichere Abstimmung in Echtzeit. Er basiert auf dem offenen Matrix-Protokoll, ist von der gematik spezifiziert und zertifiziert und ermöglicht die einrichtungsübergreifende Kommunikation zwischen allen Akteuren im Gesundheitswesen, die an die TI angeschlossen sind.
Kanal
Echtzeit
DSGVO-konform
Einrichtungsübergreifend
Dokumentiert
Fax
Nein
Nein
Ja
Eingeschränkt
Telefon
Ja
Eingeschränkt
Ja
Nein
WhatsApp
Ja
Nein
Ja
Nein
KIM
Nein
Ja
Ja
Ja
TI-Messenger
Ja
Ja
Ja
Ja
Ein entscheidender Vorteil des TI-Messengers gegenüber proprietären Insellösungen ist die Interoperabilität: Alle gematik-zertifizierten TI-Messenger basieren auf dem Matrix-Protokoll und können miteinander kommunizieren. Klinik A kann Famedly nutzen, Klinik B einen anderen zertifizierten Anbieter. Beide können trotzdem direkt miteinander kommunizieren, ohne dass ein gemeinsames System oder ein Vendor Lock-in entsteht.
Drei Anwendungsfälle aus der Praxis
Anwendungsfall 1: Verlegung vom Akutkrankenhaus in die Reha
Problem: Der Sozialdienst koordiniert die Reha-Anmeldung über Telefon und Fax. Rückfragen der Reha-Klinik zu Befunden oder Medikation erreichen die zuständige Ärztin nicht direkt, sondern landen in der Telefonzentrale. Bis eine Antwort zurückkommt, sind Stunden vergangen.
Lösung: Über den TI-Messenger kontaktiert der Sozialdienst direkt die Aufnahmekoordination der Reha-Klinik. Befunde können als Anhang im Chat übermittelt werden. Rückfragen werden asynchron beantwortet, ohne Telefonketten.
Ergebnis: Die Verlegungskoordination läuft parallel zum laufenden Stationsbetrieb. Alle Kommunikation ist dokumentiert und für Beteiligte nachvollziehbar, ohne dass Informationen auf dem Weg verloren gehen.
Anwendungsfall 2: Konsil zwischen Grundversorger und Maximalversorger
Problem: Ein peripheres Krankenhaus hat einen komplexen Fall und braucht die Einschätzung eines Spezialisten im Universitätsklinikum. Aktuell bedeutet das: Anruf in der Zentrale, Weitervermittlung, Warteschleife, Rückruf, mündliche Einschätzung ohne Dokumentation.
Lösung: Über den TI-Messenger wird das Funktionspostfach der entsprechenden Fachabteilung im Universitätsklinikum direkt angeschrieben. Relevante Befunde und Bildmaterial werden im Chat übermittelt. Die Einschätzung des Spezialisten erfolgt schriftlich und ist revisionssicher gespeichert.
Ergebnis: Das Konsil ist abrechnungsfähig nach EBM 01612, das Protokoll kann ohne Medienbruch ins KIS exportiert werden, und die Entscheidung über eine Verlegung kann auf Basis vollständiger Information getroffen werden.
Anwendungsfall 3: Pflegeüberleitung bei Krankenhausentlassung
Problem: Bei der Entlassung eines Pflegeheimbewohners aus dem Krankenhaus muss der Pflegedienst über Änderungen in der Medikation, Wundversorgung oder Mobilität informiert werden. Aktuell kommt der Arztbrief per Post, oft Tage nach der Entlassung.
Lösung: Der Arztbrief wird vorab per TI-Messenger an den Pflegedienst übermittelt. Rückfragen zur Versorgung können direkt zwischen Pflegedienstleitung und Stationsarzt geklärt werden, bevor der Patient zurückkommt.
Ergebnis: Der Pflegedienst ist bei Ankunft des Patienten informiert und vorbereitet. Das reduziert Rückfragen, vermeidet Versorgungsunterbrechungen und entlastet beide Seiten.
Beim Seniorendienst Rötzel konnte nach der Einführung eines TI-Messengers eine dokumentierte Kommunikationsquote von ca. 90 % erreicht werden, bei gleichzeitig ca. 50 % weniger Kommunikationsbeteiligten pro Vorgang. Schnellere Reaktionszeiten und weniger Informationsverlust waren die unmittelbaren Folgen. Mehr dazu in den Erfolgsgeschichten.
Implementierung: In drei Schritten zur digitalen Überweisungskoordination
Für größere Einrichtungen hat sich ein schrittweiser Einstieg bewährt. Kein Big-Bang-Rollout, keine monatelange Pilotphase ohne Ergebnis, sondern ein strukturierter Aufbau in drei Phasen.
Schritt 1: Pilotstation mit hohem Kommunikationsdruck
Starten Sie mit einer Abteilung, in der Kommunikationsprobleme täglich spürbar sind: Sozialdienst und Überleitungsmanagement, Notaufnahme oder eine Fachabteilung mit vielen externen Zuweisern. Die MHH startete mit 8 Nutzern in der IT-Abteilung, erhielt die Freigabe durch Datenschutz und IT innerhalb weniger Tage und gewann durch die Dermatologie als ersten Fachbereich sofortige Akzeptanz beim klinischen Personal. Heute sind bereits 780 von geplanten 5.000 Nutzern produktiv, mit weiteren Abteilungen in der Einführung.
Schritt 2: Interner Rollout und IT-Integration
Nach dem Piloten folgt die Skalierung auf weitere Stationen und die Integration in die bestehende IT-Landschaft. Die Anbindung an Active Directory oder Microsoft Entra ID ermöglicht die automatische Provisionierung neuer Mitarbeitender und die automatische Deaktivierung bei Ausscheiden. Das reduziert den IT-Aufwand dauerhaft und stellt sicher, dass Zugriffsrechte aktuell bleiben. BYOD-Szenarien sind möglich: Der TI-Messenger benötigt keinen Zugriff auf das private Adressbuch, funktioniert ohne Telefonnummer und hält Patientendaten in einer separaten, verschlüsselten Datenbank.
Schritt 3: Sektorenübergreifende Vernetzung
Im dritten Schritt wird die Kommunikation über die Einrichtungsgrenzen hinaus aufgebaut. Über den Verzeichnisdienst der gematik (VZD) sind alle TI-angeschlossenen Einrichtungen bundesweit auffindbar, ohne dass vorher Telefonnummern ausgetauscht oder Kontakte manuell angelegt werden müssen. Zuweiser, Reha-Einrichtungen, Pflegedienste und Apotheken können direkt angeschrieben werden, sobald sie ebenfalls TI-angeschlossen sind.
Checkliste für die Einführung eines TI-Messengers in Kliniken:
SMC-B (Institutionskarte) und eHBA (Heilberufsausweise) für relevante Berufsgruppen vorhanden oder beantragt
KIM-Adresse eingerichtet (Voraussetzung für TI-Anbindung)
Datenschutzbeauftragten frühzeitig einbinden und Datenschutzfolgenabschätzung vorbereiten
Betriebsrat informieren und einbinden
Pilotabteilung mit konkretem Kommunikationsproblem identifizieren
BYOD-Richtlinie definieren oder bestehendes MDM-Konzept prüfen
Rollout-Planung auf Basis von Fachbereichsnachfrage, nicht top-down
Wer den Einstieg strukturiert angehen möchte, kann mit einem kostenfreien TI-Check starten, um den aktuellen Stand der TI-Anbindung und die nächsten Schritte zu klären.
Häufige Fragen zur Koordination von Patientenüberweisungen
Brauche ich für eine Verlegung zwischen Kliniken eine neue Einweisung?
Nein, bei einer direkten Verlegung von Klinik zu Klinik ist in der Regel keine neue Einweisung durch einen niedergelassenen Arzt erforderlich. Die aufnehmende Klinik erhält einen Verlegungsbericht mit den relevanten Patientendaten. Ob eine neue Einweisungsdokumentation für Abrechnungszwecke notwendig ist, hängt vom Einzelfall und dem Kostenträger ab.
Ist der TI-Messenger für Krankenhäuser verpflichtend?
Der TI-Messenger ist formal kein Pflichtdienst für Krankenhäuser. Der faktische Druck steigt jedoch: NIS-2 verpflichtet zur Nutzung sicherer Kommunikationskanäle, die Nutzung von WhatsApp für Patientendaten ist strafbewehrt, und gesetzliche Krankenkassen sind verpflichtet, TI-Messenger-Clients in ihre Apps zu integrieren. Wer heute die TI-Infrastruktur aufbaut, kann den TI-Messenger mit geringem Zusatzaufwand einführen.
Können verschiedene TI-Messenger miteinander kommunizieren?
Ja. Alle von der gematik zertifizierten TI-Messenger basieren auf dem offenen Matrix-Protokoll und sind vollständig interoperabel. Eine Klinik, die Famedly nutzt, kann direkt mit einer Reha-Einrichtung kommunizieren, die einen anderen zertifizierten TI-Messenger einsetzt. Kein gemeinsames System, kein Vendor Lock-in.
Was unterscheidet KIM vom TI-Messenger bei der Überweisungskoordination?
KIM ist für den formellen, asynchronen Dokumentenversand konzipiert: Arztbriefe, Verlegungsberichte, eAU. Der TI-Messenger ergänzt KIM für die operative Echtzeitkommunikation: Rückfragen, Abstimmungen, Statusupdates während einer laufenden Verlegung. Beide Werkzeuge decken unterschiedliche Kommunikationsebenen ab und ersetzen sich nicht gegenseitig.
Wie lange dauert die Einführung eines TI-Messengers in einer Klinik?
Die technische Einrichtung in der Cloud dauert in der Regel wenige Tage. Der entscheidende Zeitfaktor ist die organisatorische Vorbereitung: Datenschutzfreigabe, Betriebsratseinbindung und die Abstimmung mit der IT. Bei der MHH war die Cloud-Anbindung inklusive Entra-ID-Integration in kurzer Zeit abgeschlossen. Sobald das System steht, können neue Nutzer innerhalb von 30 Minuten startklar sein. Die Gesamtdauer bis zum produktiven Einsatz hängt vor allem von internen Entscheidungsprozessen ab, nicht von der Technik.
Welche Voraussetzungen brauche ich für den TI-Messenger?
Für die Einrichtung werden eine SMC-B-Karte (Institutionskarte) und eine KIM-Adresse benötigt. Für Heilberufler, die im gematik-Verzeichnisdienst sichtbar sein wollen, ist zusätzlich ein eHBA erforderlich. Die TI-Anbindung selbst ist Voraussetzung und kann parallel zur Einführung des Messengers aufgebaut werden. Famedly übernimmt das Projektmanagement und begleitet den gesamten Prozess.
Verweise
Über den Autor
Selenia Di Mattia
Head of Marketing
Selenia Di Mattia teilt auf unserem Blog ihre Einblicke in die Digitalisierung im Gesundheitswesen, mit einem besonderen Fokus auf sicheres Messaging und dessen Anwendung im medizinischen Bereich.
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73 % der Krankenakten sind lückenhaft – nicht weil niemand dokumentiert, sondern weil Kommunikation in WhatsApp, Telefonaten und Flurgesprächen spurlos verschwindet. Ein TI-Messenger schließt genau diese Lücke.